Wir flogen mit Swiss nach Miami, da dies ein guter Ausgangspunkt für unsere Reise in den Süden Floridas war. Die Stadt ist lebhaft, aber vieles lässt sich entspannt zu Fuss erkunden. Besonders bekannt ist der Ocean Drive mit seinen Art-déco-Gebäuden. Direkt davor liegt der Strand Miami Beach. Der Sand ist hell und fein, das Wasser sehr klar. Auffällig sind die Rettungsschwimmertürme, die in verschiedenen Farben am Strand verteilt sind.
Nach drei Nächten in Miami, übernahmen wir unseren Mietwagen. Nach einem Halt im Walmart, ging es weiter nach Key West. Die Strecke führt über den Overseas Highway und verbindet mehrere Inseln miteinander. Die Fahrt ist sehr eindrücklich, weil man oft links und rechts nur von Meer umgeben ist. Key West selbst ist deutlich ruhiger als Miami. Die Atmosphäre ist entspannt und tropisch. Es gibt ein quirliges Städtchen mit vielen bunten Häusern und vielen freilaufenden Hühnern.

Der nächste Stopp war Key Largo. Die Insel ist vor allem für ihre Natur bekannt. Besonders in Erinnerung geblieben ist die Begegnung mit einem Manatee und seinem Baby, die sich ganz ruhig im Wasser bewegten. Ausserdem waren überall Leguane als der Regen anfing. Wolken zogen auf, und es begann leicht zu stürmen. Gerade dadurch entstand aber ein besonders schöner Sonnenuntergang – mit dunkleren Wolken und intensiven Farben, die sich im Wasser spiegelten.

Danach ging es weiter in die Everglades. Die Landschaft dort ist ganz anders als an der Küste. Bei einem Stopp konnten wir einen Alligator aus nächster Nähe beobachten. In Naples stand vor allem der Strand im Mittelpunkt. Die Küste dort ist ruhig und gepflegt. Im Vergleich zu den vorherigen Stopps ging es hier deutlich gelassener zu und her. Danach führte die Reise weiter Richtung Treasure Island. Von dort aus erkundeten wir Tampa und St Petersburg. Dort besuchten wir das Salvador-Dalí-Museum sowie das Museum von Vincent van Gogh. Beide Museen sind interaktiv und bieten viele Informationen über die beiden Künstler.
Zum Anschluss ging es weiter nach Orlando. Die Stadt ist auch bekannt für grosse Outlets. Dies mussten wir natürlich testen und ich kann bestätigen, dass man nicht mit leeren Taschen zurück ins Hotel geht. Zusätzlich standen zwei Parks auf dem Programm: das Magic Kingdom und Epcot. Im Magic Kingdom liegt der Fokus klar auf klassischen Disney-Themen und Attraktionen, während Epcot verschiedene Länder präsentiert. Ein weiteres Highlight war der Besuch des Kennedy Space Centers. Dort bekommt man einen guten Einblick in die Raumfahrtgeschichte der USA, kann echte Raketen sehen und mehr über Missionen ins All erfahren.

Nach den Tagen in Florida ging es mit dem Flug weiter nach Washington, D.C. Die Stadt wirkt insgesamt geschäftiger und politischer geprägt als die bisherigen Reiseziele. Wir machten einen Spaziergang entlang der National Mall. Dort reiht sich eine bekannte Sehenswürdigkeit an die nächste, vor allem viele Denkmäler zu verschiedenen Kriegen. Der Weg führt bis zum Lincoln Memorial. Auch das Kapitol stand auf dem Programm. Das Gebäude ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der USA und lässt sich von aussen besichtigen.
Weiter ging die Reise mit dem Zug nach New York. Wir besichtigten die wichtigsten Orte wie das Empire State Building, die Freiheitsstatue, den Times Square, den Central Park und die Brooklyn Bridge sowie die Innenstadt. Ein besonderes Highlight war der Besuch des One World Trade Centers. Von oben hat man einen fantastischen Blick auf New York. Ausserdem gingen wir am Broadway ins Musical „Aladdin“, was eine schöne Abwechslung zum Sightseeing war. Ein weiteres Erlebnis war ein Baseballspiel der New York Yankees, bei dem wir einen Einblick in die amerikanische Sportkultur bekamen. Funfact: Wir sahen dort Donald Trump!

Von New York aus flogen wir nach Calgary, Kanada. Dort übernahmen wir ein Motorhome, welches unser Zuhause für die nächsten 14 Tage war. Von Calgary aus fuhren wir weiter in Richtung Banff. Die Strecke führt bereits durch wunderschöne Natur. In Banff angekommen, machten wir eine Wanderung zum Johnston Canyon. Der Weg führt durch eine Schlucht zu zwei Wasserfällen. Dies war der perfekte Start für die Kanadaferien.

Es ging weiter zu einem meiner persönlichen Highlights: zum Moraine Lake. Ich habe noch nie so blaues Wasser gesehen. Mit den Bergen und den grünen Tannen im Hintergrund hat es mir kurz die Sprache verschlagen. Auch der Lake Louise lag auf unserer Route. Der See ist bekannter und daher auch stärker besucht, bietet aber ebenfalls eine beeindruckende Umgebung mit Bergen. Unser nächstes Ziel waren die Columbia Icefields. Dort besuchten wir den Gletscher und konnten die blauen Gletscherseen von oben betrachten.
Auf dem Weg nach Jasper nahmen wir die Athabasca Falls in Augenschein. Diese sind einen Stopp wert, da man gut zu Fuss hinkommt und sie wunderschön sind. In Jasper machen wir eine Wanderung beim Moraine Lake, wobei wir einen Elch und viele Eichhörnchen sahen. Jasper war leider geprägt von Waldbränden und die Natur leidet immer noch. Viele Wanderwege sind seither geschlossen. Unterwegs wartete schon das nächste Highlight: die Helmcken Falls – ein 141 Meter hoher Wasserfall in atemberaubender Kulisse. Das tosende Wasser und die Weite machten diesen Stopp zu einem echten Gänsehautmoment.

Anschliessend ging es weiter nach Whistler, dem bekannten Olympiaort. Wir schlenderten ein wenig durch den Ort, schauten uns um und genossen das schöne Wetter, bevor es uns wieder weiterzog. Per Fähre setzten wir schliesslich nach Vancouver Island über und erreichten Tofino, wo wir direkt am Mackenzie Beach einen wunderschönen Camping Platz hatten. In Tofino wanderten wir den Rainforest Trail. Der Weg führte durch dichten, moosbedeckten Wald, der tatsächlich eher an einen tropischen Regenwald erinnert als an das, was man typischerweise mit Kanada verbindet.

Das spektakulärste Erlebnis der gesamten Reise war ohne Zweifel die Bärensafari per Boot. Unser Guide brachte uns zu unbewohnten Inseln. Dort hatten wir das Glück, zwei Bärenweibchen zu beobachten, jedes mit zwei Jungen an ihrer Seite. Aus nächster Nähe konnten wir verfolgen, wie sie probierten mit Steinen Krebse aufzuschlagen. Definitiv ein Erlebnis, das wir nie vergessen werden! Weiter ging es nach Victoria, wo wir das charmante Städtchen erkundeten und durch die Strassen schlenderten. Von dort aus machten wir eine Walsafari. Insgesamt konnten wir sechs Orcas beobachten. Zwar kamen sie nicht ganz so nah an uns heran wie die Bären zuvor, dennoch war es beeindruckend.

Unser letzter Stopp war Vancouver. Dort liessen wir die Reise entspannt ausklingen, gingen noch etwas shoppen, gut essen und erkundeten die Innenstadt. Nach fast sechs Wochen ging eine vielseitige Reise mit zahlreichen unvergesslichen Eindrücken und Erlebnissen im Gepäck zu Ende.
